Häufig gestellte Fragen


Freimaurerei ist eine humanitäre Lebenseinstellung und keine Religion und keine Weltanschauung. Freimaurer kann nur ein freier, selbstbestimmter Mensch werden, der ausschließlich an sich selbst arbeitet und nach dem Gleichheitsgrundsatz nicht über andere willkürlich bestimmen will und allem Menschen mit Mitgefühl begegnet. Ein Freimaurer ist durch seine Arbeit dem Sittengesetz verpflichtet und begegnet Menschen niemals feindselig, weil sie eine von ihm persönlich abweichende Religion oder Weltanschauung vertreten. Die gemeinsame Arbeit an sich selbst führt nach Ansicht der Freimaurerei zu mehr Menschlichkeit in dieser Welt. Auf Grund des hohen Anspruchs bezeichnet sie dies auch als Königliche Kunst.

Die Liberale Freimaurerei praktiziert das Konzept der „Absoluten Gewissensfreiheit“, welche auch die „Religionsfreiheit“ beinhaltet: Im Gegensatz zu anderen freimaurerischen Lehrarten setzt die Liberale Freimaurerei beispielsweise von ihren Mitgliedern ausdrücklich keinen Glauben an ein höchstes Wesen voraus und behandelt alle Weltanschauungen gleich. In der Liberalen Freimaurerei werden somit ausdrücklich auch Atheisten aufgenommen. Unter Berufung auf die „Absolute Gewissensfreiheit“ und das Sittengesetz lässt die Liberale Freimaurerei Frauen zu ihren Ritualen zu und nimmt sie mehrheitlich auch als Mitglieder auf. Die Konstitution der Ersten Großloge von England, auf die sich alle Freimaurer von heute berufen, schloss Frauen zwar ausdrücklich den gesellschaftlichen Umständen entsprechend von einer Mitgliedschaft aus, setzte das Sittengesetz jedoch an oberster Stelle, das einem zeitlichen Wandel unterworfen ist.

Eine Freimaurerloge ist ein Ort der Besinnung, an dem Menschen an ihrer Verbesserung arbeiten und humanitäre und geistige Ziele verfolgen. Nach altem Brauch wird sie von sieben Freimaurern im Meistergrad errichtet und jeder Freimaurer muss einer angehören.

  • Freimaurer wollen Brüder im gemeinsamen Streben nach Selbsterkenntnis, Selbstüberwindung und Selbstveredlung sein; in solch eine Gesellschaft passt kein Mensch mit loser Zunge. Verschwiegenheit ist eine der ersten Tugenden des Freimaurers, um Gutes zu befördern und Übles zu verhüten. Ausplaudereien über innere Angelegenheiten würden das Gefühl der Vertraulichkeit verletzen, das unter den Mitgliedern einer Loge, wie unter denen einer Familie, bestehen und gewahrt werden soll. Seine Zunge im Zaum zu halten ist eine Haupterweisung der Selbstbeherrschung, die jeden edlen Menschen zieren sollte.
  • Geheimhaltung gelobt der Freimaurer bezüglich der Erkennungszeichen, damit nicht Uneingeweihte Zutritt in die Logen erhalten, ferner bezüglich des Gebrauchtums sowie der inneren Angelegenheiten. Rituale werden nicht veröffentlicht, damit sie nicht profanisiert und falsch gedeutet werden können. Das Geheimnis liegt im Verständnis des Rituals, das sich nur in der Teilnahme und im Erleben erschließt. Selbst das Edelste verwandelt sich in das Gegenteil, wenn es missbraucht wird.
  • Bestände der Bund der Freimaurerei nur aus lauter rechtschaffenen, sittlich befähigten und würdigen Mitgliedern, so bedürfte es keines derartigen Gebots; aber die Unvollkommenheit bringt es mit sich, dass das, was sich eigentlich von selbst vesteht, ausdrücklich verlangt werden muss, um den Schwachen ein Stütze zu geben und gegen die Unwürdigen einen Schutz zu haben. Die einzelne Loge wüde nicht so vertrauensvoll jedem, der irgendwo in einer anderen Loge zum Freimaurer aufgenommen ist, die Türen und die Herzen der Brüder öffnen können, wenn sie sich nicht vor Entweihung gesichert wüsste.
Dies ist von der jeweiligen Loge abhängig. Es wird von einem Mitglied erwartet, dass es regelmäßig zu den Terminen erscheint und nur in Ausnahmefällen absagt. Sonderregelungen sind üblicherweise in Absprache möglich.

Siehe dazu: kleines Lexikon

Durch diese Lehr- und Übungsweise werden die zeitlosen sittlichen Werte vermittelt, die die Grundlage der Freimaurerei bilden.